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| Heike Engelhardt

Dankeschön fürs Ehrenamt: Zu einer Veranstaltung mit Justizminister Rainer Stickelberger hat SPD-Landtagskandidatin Heike Engelhardt ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Tätige am Mittwoch ins Speidlerhaus nach Baienfurt eingeladen. Politik sei für Strukturen und Logistik verantwortlich. „Aber die Integrationsarbeit, die leisten die Menschen in den Gemeinden“, sagte die Sozialdemokratin. „Und das ist nicht zuletzt Ihr Verdienst“, setzte sie hinzu. Deshalb hatte sie die Ehrenamtlichen zu einem Brezelfrühstück eingeladen.

Verwaltungsvorschriften, lange Verfahrensdauern, Sprachprobleme, unzureichende Finanzierung, hoher persönlicher Einsatz, Haftungsfragen, Arbeitsmöglichkeiten – eine große Liste an Themen sprachen die mehr als 70 Gäste in Baienfurt an. Justizminister Rainer Stickelberger als Regierungsvertreter gaben sie mit auf den Weg, er möge sich für kürzere Verfahren einsetzen. Heike Engelhardt befürwortet ebenfalls pragmatische Lösungen. „Ich freue mich darüber, dass der Minister für einige spezielle Fälle eine kurzfristige Lösung herbeizuführen versprochen hat“, sagte sie am Rande der Veranstaltung.

Die Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingshilfe kamen aus vielen Gemeinden des Landkreises Ravensburg und angrenzender Landkreise. Das Gebiet deckt sich mit den Gemeinden in den Wahlkreisen, in denen Heike Engelhardt und ihr Parteikollege Christian Röhl um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger werben. Viele Ehrenamtliche wünschten sich mehr Informationen für ihre Arbeit, andere beklagten sich über bürokratische Hemmnisse. Dringend gesucht werden Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Arabisch oder Farsi können, um bei Behördengängen oder Arztbesuchen helfend zur Seite stehen zu können.

Gefordert wurde auch ein regelmäßiger Austausch zwischen den Helferkreisen, Bürgermeisterämtern und Landratsamt. Sozialdemokratische Vertreterinnen und Vertreter im Kreistag werden sich dafür einsetzen, dass ein solcher runder Tisch – bei Bedarf wohnortnah auch mehrere – eingerichtet werden.

Bei aller Kritik: In vielen Gemeinden klappt die Zusammenarbeit der Helferkreise mit der Verwaltung zum Wohl der Flüchtlinge und der Solidargemeinschaft reibungslos, betonten einige Ehrenamtliche. Sie sorgen sich vor allem darum, dass manche lautstark das Bild des unzivilisierten, gewaltbereiten und nicht anpassungswilligen Geflohenen propagieren.

 

Aus gegebenem Anlass werden an dieser Stelle zwei Schreiben von Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan mit deren freundlicher Genehmigung veröffentlicht: Offener Brief und Ammar Botschaft

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