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„Gabriel für ein gemischtes Doppel“ – so titelte eine Regionalzeitung im Süden Baden-Württembergs dieser Tage. Keine Angst, unser Schwergewicht ist nicht unter die Tennisspieler gegangen. Er haut uns keine grellgelben Filzbälle um die Ohren. Vielmehr folgt der Bundesvorsitzende im Jahr 2015 n. Chr. der mehr als berechtigten Forderung der Frauenorganisation in seiner Partei. Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) will nämlich beim anstehenden Bundesparteitag im Dezember eine Satzungsänderung herbeiführen, die eine Doppelspitze in den oberen Parteigremien ermöglicht. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Keine Quote, sondern ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Es ist keine Schande, wenn die älteste demokratische Partei der Bundesrepublik im dritten Jahrtausend mit sanftem Druck Frauen in den oberen Parteiämtern verankert. Kein Grund aber auch für andere Parteien im Bundestag, die SPD doppelzüngig mit Häme zu überziehen und sie zur Ankunft im 21. Jahrhundert zu beglückwünschen. Da sind wir schon längst gelandet. Mit einem geregelten Mindestlohn. Mit einer verbindlichen Frauenquote in Aufsichtsräten. Mit Förderung von Kinderbetreuung und Abschaffung der „Herdprämie“. Mit Bildungsgerechtigkeit und attraktiven Beschäftigungskonzepten, die es ermöglichen, Kinder und Karriere für Mütter und für Väter zu vereinbaren. Und jetzt auch mit mehr Chancengleichheit für Frauen in der Partei. Für manche ein rotes Tuch? Ich sehe gerne rot – denn Rot heißt Vorwärts!

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