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| Team we like Heike

Als großes Ziel für die bevorstehende Landtagswahl nannte Siglinde Roman, Vorsitzende des Tettnanger SPD-Ortsvereins, den Erhalt der momentan grün-roten Regierungskonstellation. Zahlreiche Erfolge, die in der vergangenen Legislaturperiode erreicht werden konnten, zeigten, dass man auf dem richtigen Weg sei, stimmte Heike Engelhardt zu. Mit an erster Stelle zu nennen ist dabei ihrer Meinung nach die Einführung der Gemeinschaftsschule. „Das war für mich wirklich ein Quantensprung und fast revolutionär“, freute sie sich. Die Schulform biete die Möglichkeit, sowohl „Überflieger“ als auch förderungsbedürftigere Kinder gemeinsam zu unterrichten und individuell auf die Schüler einzugehen. „Ich glaube, das ist die Zukunft der Bildung und die Schulform, die sich auf lange Sicht durchsetzen wird“, zeigte sie sich überzeugt und stieß damit auch bei den Zuhörern auf breite Zustimmung. „Ohne die Gemeinschaftsschule gäbe es viele Schulen im ländlichen Raum heute gar nicht mehr“, stellte der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Herman König, fest. Darüber hinaus ist die Gemeinschaftsschule Engelhardts Ansicht nach „die Schule, in der Inklusion am besten funktioniert“, denn die Basis, dass dies gelinge, sei stets die „Teilhabe am Leben“. Ziel sei es, dass sich künftig noch mehr Realschulen und Gymnasien an dem Konzept beteiligen.

Auch die Einführung des Mindestlohns begrüßte Engelhardt. Von dem Vorschlag, den Mindestlohn für Flüchtlinge aufzuweichen, hält sie dagegen nichts: „Diese Leute müssen genauso Anspruch auf Mindestlohn haben wie alle anderen, damit man sie nicht gegen die Einheimischen Arbeitskräfte ausspielen kann, das sind keine Billigkräfte“, betonte die ausgebildete Grund- und Hauptschullehrerin, die als Pressesprecherin im Zentrum für Psychiatrie in Weißenau tätig ist. Sorgen bereite ihr momentan, „dass wir in unserer Gesellschaft zunehmend Formen von Ausgrenzung erleben“. So sei derzeit häufig von „christlichen Werten“ die Rede, die es hochzuhalten gelte. „Ich denke, unsere Werte stehen im Grundgesetz und ich erwarte auch von jedem, dass er sich dazu bekennt – egal woher er kommt – aber dort steht eben auch etwas von Religionsfreiheit“, wandte Engelhardt ein. Ihr Appell laute daher, die Leute einfach kennenzulernen und Gemeinsamkeiten zu finden, anstatt stets die Unterschiede zu betonen, fuhr sie fort.

„Gute Arbeit, gute Löhne“

Dass es jedoch immer mehr Widerstand gegen Hass und Ausgrenzung gebe und mehr und mehr junge Leute „entschlossen für Demokratie auf die Straße gehen“, stimme sie hoffnungsvoll. Einsetzen will sie sich für die Gleichstellung von Männern und Frauen: „Wir haben immer noch das Problem, dass Männer im Durchschnitt 22 Prozent mehr verdienen als Frauen für die gleiche Arbeit“, sagte sie und fügte hinzu: „Für gute Arbeit muss es gute Löhne geben.“

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