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| Team we like Heike

Die Ravensburgerin war zu Gast anlässlich des Tages der Freien Schulen. Unter dem Motto „Schenken Sie uns eine (Schul-)Stunde Ihrer Zeit“ war Heike Engelhardt eingeladen worden, gemeinsam mit Jugendlichen eine Unterrichtsstunde zu gestalten. Eine Kleinigkeit für die studierte Grund- und Hauptschullehrerin, die es sehr genoss, einmal wieder vor einer Klasse zu stehen und mit den 14-Jährigen zu diskutieren. Fragen zum persönlichen Werdegang und zu aktuellen Fragen der Bildungspolitik wichen bald einer intensiven Diskussion über Flüchtlinge. In direkter Nachbarschaft zum Schulzentrum befindet sich ja die Gemeinschaftsunterkunft auf der Burachhöhe. Direkten Kontakt zu den Grundschulkindern, die im Bildungszentrum in einer Vorbereitungsklasse Deutsch lernen, hatten die Werkrealschüler bislang noch nicht. Die Anregung ihrer „Lehrerin auf Zeit“, doch einmal gemeinsam für die Kleinen ein kleines Sportfest zu organisieren, stieß auf Wohlwollen.

„Die haben schreckliche Sachen erlebt, deshalb sind sie zu uns gekommen“, wusste eine Schülerin. Niemand in der Klasse mochte sich vorstellen, die Heimat verlassen zu müssen. Um so entsetzter zeigten sich die Jugendlichen über die Ereignisse von Paris. Noch unter dem unmittelbaren Eindruck der Terroranschläge stehend, entwickelte sich ein reges Gespräch zum Umgang mit Kriminalität, Terror und Gewalt. Da war die Weltgeschichte mit der Gemeinschaftskunde plötzlich aktuell im Klassenzimmer angekommen, ging es darum, ob militärische Angriffe auf Terrorzentralen oder Diktaturen gerechtfertigt werden, ob der Tod der Terroristen die richtige Antwort auf deren Mordaktionen sei.

Wie die Landtagskandidatin zu autonomen Hackerangriffen stehe, mit Hilfe derer Terroristen enttarnt werden, wollte ein Schüler wissen. Wer das Recht habe, die Regeln des Datenschutzes außer Kraft zu setzen, stellte Heike Engelhardt die Gegenfrage. „Ich bin froh, dass ich in einer Demokratie lebe, wo die Rechte der einzelnen gewahrt werden und sich die Politik am Wohl der Gesellschaft orientiert“, betonte die Landtagskandidatin und verwies auf das Grundgesetz.

Ob sie auch einmal ein anderes Amt anstrebe, wenn sie in den Landtag gewählt sei, begehrten die Neuntklässler abschließend zu wissen. „Ministerin oder Staatssekretärin, vielleicht mal Bundespräsidentin“, sagte Heike Engelhardt lachend. Entschieden setzte sie hinzu: „Ich bin jetzt 54 Jahre alt, da ist schon noch Zeit, sich weitere Ziele zu setzen. Zumindest wäre ich die erste Frau in diesem Amt. Das würde mir gefallen.“

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